Kammerflimmern und Mediales Rauschen

Kammerflimmern und Mediales Rauschen

Podcast für Medien und Wissenschaft

DiD Special #1 – Corona Haikus

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Dies ist die erste Spin-Off Folge von Kammerflimmern & Mediales Rauschen – Das Dokumentarische im Digitalen – einer Sonderreihe von unserem Podcast, die sich mit non-fiktionalem Erzählen in und mit digitalen Medien befasst, mit Interaktivität, Co-Kreation, Partizipation und Immersion, mit emergierenden Praktiken im Grenzbereich von Dokumentarischem, Kunst, Wissenschaft und anderen Grenzbereichen.

In dieser Folge spricht Anna Wiehl mit der Medienwissenschaftlerin Sandra Gaudenzi und der Dokumentarfilmmacherin und Produzentin von immersive non-fiction Sandra Tabares Duque über das von ihnen initiierte partizipativ-dokumentarisch-künstlerische Projekt Corona Haikus.

Vor einem Jahr, mit Beginn des ersten Lockdowns, starteten die beiden die Corona Haikus als facebook documentary – mit dem Impetus, das social web als einem Ort der Reflexion und Verbundenheit zu nutzen, für einen kreativen Umgang mit der Situation, als Raum für Dialogizität im Umgang mit Ungewissheit und das beobachtende und (co-)kreativ Verarbeiten der pandemischen Situation. In dem Gespräch geben die beiden Einblicke in die Genese des Projektes, wir befassen uns mit ethischen Fragestellungen des dokumentarischen community building, wir schauen uns die experimentellen Formen dokumentarischer visual poetry an und wir wagen uns an die Frage, ob das Dokumentarische nach der COVID-19 Pandemie noch das Gleiche sein wird wie zuvor.

Trump N' Cinema: Wie Film und Politik einander erzählen

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

In dieser 9. Folge dreht sich alles um Pop und Politik – um Trump und das Kino und die zahlreichen Verflechtungen von filmischen und politischen Erzählungen, von Archetypen, vermeintlichen 'Strong Men', 'Nicht-Politikern' und 'Truth-Sayern' auf der Leinwand und im Weißen Haus. Gemeinsam mit Christoph Dobbitsch, Filmwissenschaftler und Filmschaffender, beleuchten Anna Wiehl und Meike Boldt das 'Phänomen Trump' u.a. durch die Prismen der Narratologie und der Star Studies und diskutieren, ob das Kino nach Trump ein anderes sein wird.

Apropos "Lovemobil" – Glaubwürdigkeit im Dokumentarfilm

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Ende März 2021 entbrennt eine Debatte um den Dokumentarfilm "Lovemobil" (D 2019, Elke Lehrenkrauss). Recherchen des NDR, der den Film mitfinanzierte, ergaben, dass der Film anders inszeniert wurde, als bisher bekannt – das Wort "Fälschung" steht im Raum. Meike Boldt spricht mit Prof. Dr. Thomas Weber darüber, wann ein Dokumentarfilm glaubwürdig ist und wie Produktionsprozesse dem im Weg stehen.

Episode 8: Die Freiheit, die sie meinen. Querdenken Decoded

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Diese Folge widmet sich dem Phänomen der “Corona-Proteste”, die unter dem Label “Querdenken” ein breites ideologisches Spektrum versammeln. Was unterscheidet Querdenken von Kritischem Denken? Was ist gemeint, wenn von Freiheit, Liebe und Wahrheit die Rede ist?
Wieso hat Verschwörungsdenken nichts mit Dummheit zu tun, welche Denkmuster verbindet das heterogene Spektrum eigentlich und wie wirkt sich das auf die demokratische Kultur im Gesamten aus? Meike Boldt und Kirsten Limbecker versuchen eine Annäherung aus Perspektive der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie journalistischer Recherchen und eigener Erfahrungen. Ergänzend dazu spricht Bewegungsforscher Alexander Leistner über die Bezugnahmen der Bewegung auf die historischen Proteste von 1989.

Episode 7: Zwischen Antisemitismus und ‘magischer Jüdischkeit’: Arbeitsbiographien jüdischer Filmschaffender in der BRD

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Gibt es eine 'jüdische Filmgeschichte'? Spielt es eine Rolle, ob ein*e Filmemacher*in jüdisch ist und sollte man das benennen? Wie wollen wir Filmgeschichte heute überhaupt schreiben?
Darüber spricht Meike Boldt mit den Filmwissenschaftlerinnen Lea Wohl von Haselberg und Julia Schumacher, die sich in ihrem BMBF-Forschungsprojekt "Zwischen Erinnerungskultur und Antisemitismus. Erfahrung und Selbstverständnisse jüdische Filmschaffende in der BRD" mit diesen und weiteren Fragen anhand der Arbeitsbiographien von Karl Fruchtmann, Imo Moszkowicz und Gyula Trebitsch beschäftigen.

Episode 6: Newaljashka: Das internationale LGBT-Filmfestival “Bok o Bok”

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Das internationale LGBT-Filmfestival "Bok o Bok" (Side by Side) in St. Petersburg jährt sich vom 12.–19. November 2020 zum 13. Mal. Es ist das einzige queere Filmfestival in der Russischen Föderation und schafft aller Widerstände zum trotz einen Dialog zwischen der LGBT-Community und der russischen Gesellschaft. Galina Ponomareva hat das Festival über einen langen Zeitraum untersucht und vergleicht es mit einer "Newaljashka" – einer Stehaufpuppe.

Episode 5: Wie Sex israelische Filmgeschichte schreibt

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Die Analyse von Sex-Szenen als Möglichkeit (trans-)nationale Filmgeschichte zu (be)schreiben? Ja, sagte schon Linda Williams. Filmwissenschaflerin Naomi Rolef hat Sexszenen im frühen israelischen Film untersucht. Sie fand Shlemils, bedrohte Kinder und eine Kultur des "Opfertums". Was erzählen die Israelis sich damit über sich selbst?

Episode 4: Dunkeldeutschland. Osterfahrungen, Punkrock und Desintegration

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Wie fühlt es sich an, im Ostdeutschland der Jahre der Wiedervereinigung aufgewachsen zu sein? Was macht diese Erfahrung zu einer Diskriminierungserfahrung? Wo stellt sie Intersektionen zu Rassismus und Klassismus her? Und wie findet das Anschluss an die Wissenschaft? Die vierte Episode “Kammerflimmern und Mediales Rauschen” widmet sich der Autorin und Soziologin Katharina Warda, ihren Wende-Erfahrungen als Person of Colour, ihrem Audio-Projekt “Dunkeldeutschland” und was Ostpunk wirklich bedeutet.

Episode 3: Open Science, Citizen Science und wissenschaftliches Podcasten

Audio herunterladen: MP3 | AAC | OGG | OPUS

Wissenschaftliche Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich machen und gleichzeitig eine Plattform für die Fachcommunity schaffen - und obendrein noch partizipative Forschungsnetzwerke aufbauen und so bisher vernachlässigtes Wissen zu erschließen – wie schafft man diese Quadratur des Kreises? Im Gespräch mit Anna Luise Kiss über Open Science und Citizen Science, also Bürger*innenforschung, gehen wir dieser Frage nach. Als Erfahrung aus erster Hand gibt Anna Luise Einblicke in zwei ihrer Projekte – sowohl im Bereich der Bürger*innenforschung mit ihrem filmwissenschaftlichen Forschungsprojekt “Das filmische Gesicht der Städte”, und ihrem wissenschaftlichen Podcast “Film Studies - bling bling” – einem Kanal, der Filmwissenschaft nicht nur im Sinne der third mission sichtbar, sondern eben auch hörbar macht.

Über diesen Podcast

"Kammerflimmern und Mediales Rauschen" bietet eine Plattform für Autor*innen, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gäste aus Wissenschaft, Gesellschaft und dem kulturellen Leben. Wir diskutieren medien- und kulturwissenschaftliche Themen und Phänomene, vermitteln Theorie und deren Relevanz sowohl für die Wissenschaft als auch in gesellschaftlichen Zusammenhängen. Außerdem greifen wir aktuelle
Entwicklungen in den Medienwissenschaften und angrenzenden Disziplinen auf. Wir verstehen uns als Beitrag zu Open-Science und Wissenschaftskommunikation.

von und mit Anna Wiehl und Meike Boldt

Abonnieren

Follow us